29.11.2007 - 22:37
from kusi
weil ich mal einen Beitrag mit Windows Live Writer machen wollte…
scheint zu klappen…
ps: ah ja, schön, dass immer noch 1-2 leute ab und an hier reinschauen, obwohl ich längerem von einer akkuten online-faulitis betroffen bin.
ps2: musiktipp: allison crockett - on becoming a woman
22.11.2007 - 23:01
from kusi
und manchaml ist es gut so!
15. November 2007: (auf 1000 m.ü.M)

16. November 2007: (die einzigen paar sekunden, in denen sich der nebel kurz gelüftet hat)

17. November 2007: (am skilift savagnières)

dieser winter war jetzt schon besser als der letzte! 
21.11.2007 - 11:58
from Aramis
Daher verliess ich das Peron und durchquerte die Bahnhofshalle Richtung des nahe gelegenen Kioskes. Dort wollte ich mir eine von jenen Annehmlichkeiten leisten, bei denen die Grenze vom Genuss zur Sucht sich irgendwo im Nebel verfängt. Die Dame hinter der Verkaufsfläche - die mehr nach einem Supermarkt als nach einem Kiosk aussah - war ganz ausser sich. Wohl hatte sie sich schon den ganzen Morgen geärgert, denn ihre Adern waren so geweitet, dass es schien, sie würden platzen, wenn sie nicht gleich ihrem Ärger Platz verschaffen könnte. Da ich nicht wollte, dass bald ein Unglück geschehe, fragte ich sie höfflich nach ihrem Ärgernis. Mit einer wilden Geste wies sie auf die Schlagzeile der Tageszeitung und nach ein paar Kraftausdrücken nannte sie jene Person, die dort abgelichtet war, ein Gauner, Halunke und gemeiner Dieb den man einsperren sollte. Ich betrachtete das Bild genauer und erkannte jenen hohen Politiker der wegen Veruntreuung von Steuergeld festgenommen wurde. Dies teilte ich dann auch mit, damit die arme Frau wusste, dass ihr Wunsch nach einem Gefängnis für Herr Z. sich bereits erfüllt habe und man dies weiter unten im Text hätte lesen können. Dafür fehle ihr die Zeit, meinte sie. Sie lese nur die Schlagzeilen, die sagen alles. Dann folgte eine weitere Schimpftriade die mit Heuchler und falscher Funfziger Endete. „Ausgerechnet jener Politiker der sich für einen sozialen Staat einsetzt und gerechter Wohlstand für alle versprach - ja vielleicht hat er sich versprochen - arbeitet in die eigene Tasche!“ „Eine gerechte Gesinnung macht genau so wenig zum gerechten Menschen wie ein gerechtes Staatswesen ein Volk zur Gerechtigkeit führt. Jeder der viel Macht und Einfluss besässe sei dieser Gefahr, nämlich sich noch höher zu sehen, ausgesetzt“ Erwiderte ich. „Ach nichts als leeres Gefasel“ meinte sie. „Was es braucht sind strenge Gesetze und bessere Kontrollen und nicht Mitleid und Träumereien!“ „Auch die würde niemanden bessern.“ „Seis so oder so,“ sagte sie „jener hat es nicht anders verdient und es ist nichts als gerecht, dass er bekommt was er verdient hat. Ich fragte sie, was sie nun gerecht fände, nämlich das alle gleich viel erhalten oder das jeder das erhalte wo er verdient habe? Da sie mir keine Antwort mehr geben wollte, verabschiedete ich mich von ihr und verliess die Bahnhofshalle.
[Fortsetzung folgt]
12.11.2007 - 21:06
from Aramis
Dies, was nun folgen wird, erzählte mir vor nicht all zu langer Zeit, ein guter Bekannter zu einer Tasse Kaffee. Zu diesem Zweck sassen wir in unserem Lieblings Restaurant und schlürften an unseren Tassen herum. Zu erst nahm ich alles ohne grosse Betroffenheit zu Kenntnis; ja ich dachte nicht einmal daran, es aufzuschreiben, da es vor Banalitäten nur so strotzte. Ich blickte mich um. Viele Leute in diesem Café hätten bessere Geschichten erzählen können, doch sie schwiegen. Mit einem glasigen Blick schauten sie ins Leere. Sei es der Student der seine Freundin anschwieg, der Mann der Zeitung las oder die Dame, die wohl mal in Paris auf einer Bühne stand, sie alle wirkten abwesend und wenn sie etwas sagten brachen sie das Gespräch bald wieder ab. Sie redeten, wie wenn man hastig ein paar Züge an einer Zigarette nimmt und sie dann nervös ausdrückt. Und in all diese Beklemmtheit hinein erzählte mein Kollege folgende Begebenheit, die ich nur aufschrieb, weil sie etwas vom Leben an sich hatte.
„Ich…“ Er begann mit einem simplen ich das unbedingt an der ersten Stelle stehen musste. „Ich…“sprach er also, „…brach von Zuhause auf, schlenderte zum Bahnhof und bestieg dort den Zug um in die Stadt zufahren. Dabei setzte ich mich in ein Abteil wo bereits ein älterer Mann sass. Meine Begrüssung schien er nicht zu hören, da er abwesend zum Fenster hinaus blickte. Auf einmal kehrte er sich zu mir um und meinte wie sonderbar schnell alles vorüber ziehe. Dies empfand ich gar nicht sonderbar, da wir doch in einem Schnellzug sassen, der nicht umsonst so genannt wurde. „Man kann nur schwer abschätzen wo man sich befindet“ meinte er und dann fügte er hinzu: „dies ist nur möglich, weil man weiss wo hin man geht. Wie fremd muss alles sein, wenn man ohne Ziel von Nirgendwo herkommt. Dann wandte er sich wieder dem Fenster zu und seine Haltung zeigte nun mehr keinerlei Regung bis ich denn Zug verliess.
Dem sonderbaren Benehmen schenkte ich keine weiteren Gedanken, da ich eigentlich wusste, wo hin mich meine Schritte tragen sollten.
[Fortsetzung folgt]